Apfelcrumble

Ein guter Apfel-Crumble zeichnet sich durch weiche, aromatische Äpfel und eine goldbraune, knusprige Streuselschicht aus. Entscheidend sind die richtige Vorbereitung der Äpfel, die Herstellung der Streusel und die passende Temperatur beim Backen.

ZEIT

ca. 50 Min

PORTIONEN

4 Personen

HAUPTLERNZIEL

Streusel herstellen und backen

KATEGORIE

Süßspeisen & Dessert

Heute lernst du

Du lernst, wie aus Mehl, Zucker und Fett ein Streuselteig hergestellt wird und wie du eine Süßspeise im Backofen goldbraun backst.

Außerdem lernst du

Äpfel fachgerecht vorbereiten und schneiden

Obst mit Zucker, Zimt und Zitronensaft aromatisieren

Einen Streuselteig mit den Händen herstellen.

Die Bedeutung der richtigen Fett- und Teigtemperatur verstehen

Eine Auflaufform gleichmäßig befüllen

Den Garzustand und die Bräunung einer Süßspeise beurteilen

Das brauchst du

Bereite dir Zutaten und Werkzeuge vor, bevor du mit dem Kochen beginnst.

Zutaten

Gemüse / Obst

800g

Äpfel

20ml

Zitronensaft

Milchprodukte

100g

Butter oder Margarine

Trockenlager

160g 

Zucker

150g

helles Mehl

Gewürze

1TL

Zimt

Werkzeuge

Vorbereitung

Kochmesser

Schneidebrett

Sparschäler

Küchenwaage

Schüsseln

Apfelausstecher

Teelöffel

Messbecher

Zubereitung

Auflaufform

Backofen

Backblech

Topflappen

Timer

Rezept erklärt

Du möchtest das Rezept einmal gemeinsam mit mir durchgehen? In diesem Video erkläre ich dir die wichtigsten Arbeitsschritte, Fachbegriffe und Hinweise direkt anhand der Rezeptseite.

Rezept Schritt für Schritt erklärt

Zubereitung

Arbeite dich Schritt für Schritt durch das Rezept. Zusatzwissen kannst du bei Bedarf ausklappen.

01

Äpfel vorbereiten

800g Äpfel

Die Äpfel gründlich waschen und bei Bedarf schälen.

Anschließend die Äpfel vierteln und das Kerngehäuse entfernen.

Die Apfelviertel in möglichst gleichmäßige, etwa 1–2 cm große Würfel schneiden und in eine Rührschüssel geben.

Gleichmäßig große Apfelstücke garen im Backofen ungefähr zur gleichen Zeit.

Dadurch wird verhindert, dass kleinere Stücke bereits zerfallen, während größere Stücke noch zu fest sind.

Äpfel gehören zum Kernobst. Typisch für diese Obstart ist das Kerngehäuse im Inneren der Frucht, das mehrere Samen enthält.

Weitere bekannte Kernobstarten sind Birnen und Quitten.

Für die Verarbeitung werden das Kerngehäuse und gegebenenfalls die Schale entfernt.

Verwende am besten aromatische, leicht säuerliche Äpfel. Sie sorgen für einen angenehmen geschmacklichen Gegensatz zu den süßen Streuseln.

Besonders gut eignen sich beispielsweise die Sorten Elstar, Boskoop oder Braeburn.

02

Apfelfüllung hertellen

Vorbereitete Äpfel

60g Zucker

1 TL Zimt

20ml Zitronensaft

Den Zucker, den Zimt und den Zitronensaft zu den vorbereiteten Apfelwürfeln geben.

Alle Zutaten mit einem Löffel vorsichtig vermengen, bis die Apfelstücke gleichmäßig mit Zucker, Zimt und Zitronensaft bedeckt sind.

Die Apfelfüllung anschließend einige Minuten ziehen lassen.

Nach dem Anschneiden können sich Äpfel an ihrer Oberfläche bräunlich verfärben. Ursache ist eine enzymatische Reaktion mit dem Sauerstoff aus der Luft.

Der Zitronensaft senkt den pH-Wert an der Oberfläche und verlangsamt diese Reaktion.

Außerdem sorgt die Säure für einen frischen Geschmack und gleicht die Süße des Zuckers aus.

Als enzymatische Bräunung (Oxidation) bezeichnet man die Verfärbung bestimmter Lebensmittel durch die Wirkung von Enzymen und Sauerstoff.

Diese Reaktion tritt beispielsweise bei angeschnittenen Äpfeln, Birnen oder Bananen auf.

Durch die Zugabe von Säure, wie beispielsweise Zitronensaft, kann die Reaktion verlangsamt werden.

Vermenge die Äpfel direkt nach dem Schneiden mit dem Zitronensaft.

Wenn du die Äpfel etwas länger ziehen lässt, tritt durch den Zucker ein Teil des Fruchtsafts aus. Dieser bildet beim Backen einen aromatischen Fruchtsud.

03

Streusel herstellen

150g helles Mehl

100g Zucker

100g Butter

oder 100g Margarine

Das Mehl und den Zucker in eine Rührschüssel geben und miteinander vermischen.

Die kühle Margarine in kleine Stücke schneiden und hinzufügen.

Anschließend alle Zutaten mit den Fingerspitzen vorsichtig verreiben, bis eine krümelige Masse mit unterschiedlich großen Streuseln entsteht.

Den Streuselteig nicht zu lange kneten.

Kühle Margarine lässt sich mit Mehl und Zucker zu einzelnen Streuseln verarbeiten.

Wird das Fett zu warm, kann eine weiche, zusammenhängende Masse entstehen. Dadurch lassen sich die typischen Streusel schlechter formen.

Streuselteig ist eine krümelige Teigmasse, die hauptsächlich aus Mehl, Zucker und Fett besteht.

Die Zutaten werden miteinander verrieben, bis kleine und größere Teigkrümel entstehen.

Beim Backen schmilzt das Fett, die Stärke im Mehl verändert ihre Struktur und die Streusel werden fest und mürbe. An der Oberfläche entstehen durch die Hitze außerdem die typischen goldbraunen Röstaromen.

Verwende zum Herstellen der Streusel möglichst nur deine Fingerspitzen. So wird die Margarine nicht unnötig erwärmt.

Falls die Streusel zu weich geworden sind, kannst du sie vor dem Backen für einige Minuten in den Kühlschrank stellen.

04

Auflaufform vorbereiten und befüllen

Vorbereitete Apfelfüllung

Streuselteig

Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die vorbereiteten Apfelwürfel zusammen mit dem entstandenen Fruchtsaft gleichmäßig in einer geeigneten Auflaufform verteilen.

Anschließend die Streusel locker über die Apfelfüllung streuen, bis die Oberfläche möglichst gleichmäßig bedeckt ist.

Die Streusel nicht fest andrücken.

Locker verteilte Streusel bilden beim Backen eine unregelmäßige Oberfläche.

Dadurch können die einzelnen Streusel besser bräunen und eine mürbe, knusprige Konsistenz entwickeln.

Werden sie zu fest angedrückt, kann eine kompaktere Teigschicht entstehen.

Der Begriff Crumble stammt aus dem Englischen und bedeutet sinngemäß „Krümel“.

Ein Crumble ist eine Süßspeise, bei der Obst mit einer krümeligen Teigmasse bedeckt und anschließend im Backofen gegart wird.

Im Gegensatz zu einem klassischen Obstkuchen besitzt ein Crumble normalerweise keinen zusammenhängenden Teigboden.

Verteile die Streusel in unterschiedlich großen Stücken über den Äpfeln.

Kleine Streusel werden besonders knusprig, während größere Stücke im Inneren etwas mürber bleiben.

Diese Mischung sorgt für eine abwechslungsreiche Konsistenz.

05

Apfelcrubmle backen

Vorbereiteter Apfelcrumble

Die gefüllte Auflaufform auf ein Backblech oder einen Backrost stellen und in den vorgeheizten Backofen schieben.

Den Apfel-Crumble bei 180 °C Ober-/Unterhitze etwa 25–35 Minuten backen.

Während des Backens die Bräunung kontrollieren.

Der Crumble ist fertig, wenn die Streusel goldbraun sind und die Äpfel darunter weich geworden sind.

Bei Bedarf mit einem kleinen Messer vorsichtig prüfen, ob die Apfelstücke ausreichend gegart sind.

Beim Backen wirken heiße Luft und Wärmestrahlung auf die Lebensmittel ein.

Die Äpfel werden durch die Hitze weich und geben einen Teil ihrer Flüssigkeit ab. Gleichzeitig verlieren die Streusel Feuchtigkeit und werden zunehmend fest und knusprig.

Ist die Temperatur zu hoch, können die Streusel bereits stark bräunen, bevor die Äpfel ausreichend weich sind.

Ausklapper – FACHWISSEN: Backen

Backen ist ein Garverfahren mit trockener Hitze, bei dem Lebensmittel hauptsächlich durch heiße Luft und Wärmestrahlung gegart werden.

Beim Backen laufen verschiedene Veränderungen ab:

  • Stärkeverkleisterung: Stärke nimmt unter Wärmeeinwirkung und bei ausreichender Feuchtigkeit Wasser auf und quillt.

  • Verdampfung: Ein Teil des enthaltenen Wassers verdampft.

  • Bräunungsreaktionen: An der Oberfläche entstehen durch Hitze neue Farb- und Aromastoffe.

Diese Vorgänge tragen zur typischen Konsistenz und zum Geschmack von Backwaren bei.

Beobachte gegen Ende der Backzeit besonders die Farbe der Streusel.

Wenn sie bereits stark gebräunt sind, die Äpfel aber noch nicht weich genug sind, kannst du die Form locker mit einer geeigneten hitzebeständigen Abdeckung schützen und weiterbacken.

06

Apfelcrumble fertigstellen

fertig gebackener Apfelcrumble

Die Auflaufform vorsichtig mit geeigneten Ofenhandschuhen aus dem Backofen nehmen.

Den Apfel-Crumble etwa 5–10 Minuten ruhen lassen.

Anschließend den noch warmen Crumble mit einem großen Löffel auf Desserttellern anrichten oder direkt in der Auflaufform servieren.

Direkt nach dem Backen sind die Apfelfüllung und der austretende Fruchtsaft noch sehr heiß.

Während der kurzen Ruhezeit kann sich die Temperatur etwas ausgleichen und die Füllung leicht festigen.

Dadurch lässt sich der Crumble besser portionieren.

Die Konsistenz beschreibt die Beschaffenheit eines Lebensmittels.

Bei einem gelungenen Apfel-Crumble treffen zwei unterschiedliche Konsistenzen aufeinander:

  • Weiche, saftige Apfelfüllung

  • Mürbe, knusprige Streusel

Dieser Gegensatz ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal des Gerichts.

Serviere den Apfel-Crumble am besten noch leicht warm.

Besonders gut passt dazu eine frisch zubereitete Vanillesoße. Der warme Crumble und die cremige Soße ergänzen sich geschmacklich und sorgen für einen angenehmen Konsistenzunterschied.

Geschafft!

Du hast einen klassischen Apfel-Crumble selbstständig vorbereitet, mit Streuseln bedeckt und im Backofen gebacken.

Dabei hast du folgende Küchentechniken kennengelernt:

Schneiden: Äpfel in möglichst gleichmäßige Stücke schneiden.

Aromatisieren: Lebensmittel mit Zucker, Gewürzen und Zitronensaft geschmacklich verfeinern.

Streusel herstellen: Mehl, Zucker und Fett zu einer krümeligen Masse verarbeiten.

Backen: Lebensmittel durch trockene Hitze im Backofen garen.

Garzustand prüfen: Die Konsistenz der Äpfel und die Bräunung der Streusel kontrollieren.

Anrichten: Eine fertige Süßspeise ansprechend portionieren und servieren.

Diese Techniken kannst du auch für andere Obst-Crumbles, Streuselkuchen und gebackene Süßspeisen verwenden.

Fachwissen vertiefen

„Du möchtest noch tiefer einsteigen? Hier findest du passende Grundlagen und Fachbereiche zum Rezept.“

Mengen & Maßeinheiten

Gramm, Milliliter, EL, TL und Mengen richtig verstehen.

Schneidetechniken

Würfel, Streifen und weitere Formen kennenlernen.

Garverfahren

Anbraten, Rösten, Köcheln und weitere Verfahren verstehen.

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