Hühnerbrühe

Eine gute Hühnerbrühe zeichnet sich durch einen kräftigen Geschmack, eine goldgelbe Farbe und ein ausgewogenes Aroma aus. Entscheidend sind die richtigen Zutaten, ausreichend Garzeit und eine schonende Zubereitung.

ZEIT

ca. 180 Min.

PORTIONEN

3 Liter

HAUPTLERNZIEL

Brühe ansetzen und auskochen

KATEGORIE

Suppen

Heute lernst du

Du lernst, wie du aus einem Suppenhuhn, Gemüse und Gewürzen eine aromatische Brühe herstellst. Dabei erfährst du, warum die Brühe mit kaltem Wasser angesetzt, langsam erhitzt und über längere Zeit schonend ausgekocht wird.

Außerdem lernst du

Ein Suppenhuhn hygienisch vorbereiten

Suppengemüse fachgerecht vorbereiten

Eine Brühe mit kaltem Wasser ansetzen

Aufsteigende Eiweißbestandteile abschäumen

Gemüse zum richtigen Zeitpunkt hinzufügen

Eine Brühe schonend auskochen

Eine fertige Brühe abpassieren und abschmecken

Das brauchst du

Bereite dir Zutaten und Werkzeuge vor, bevor du mit dem Kochen beginnst.

Zutaten

Fleisch & Fett

1

Suppenhuhn

Gemüse & Obst

200g

Karotten

150g

Knollensellerie

150g

Lauch

2

Zwiebeln

Gewürze

2

Lorbeerblätter

5

Pfefferkörner

1 Bund

Petersilie

n.B.

Salz

Sonstiges

3,5-4L

Wasser

Werkzeuge

Kochmesser

Schneidebrett

Sparschäler

Küchenwaage

Messbecher

Schüssel

Kochlöffel

Löffel

großer Kochtopf

Schaumkelle

feines Sieb

Rezept erklärt

Du möchtest das Rezept einmal gemeinsam mit mir durchgehen? In diesem Video erkläre ich dir die wichtigsten Arbeitsschritte, Fachbegriffe und Hinweise direkt anhand der Rezeptseite.

Rezept Schritt für Schritt erklärt

Zubereitung

Arbeite dich Schritt für Schritt durch das Rezept. Zusatzwissen kannst du bei Bedarf ausklappen.

01

Suppenhuhn und Gemüse vorbereiten

Suppenhuhn

Karotten

Sellerie

Lauch

Zwiebel

Petersilie

Das Suppenhuhn kontrollieren und gegebenenfalls sichtbare Verunreinigungen mit Küchenpapier entfernen.

Die Karotten und den Knollensellerie schälen und in grobe Stücke schneiden.

Den Lauch gründlich waschen und ebenfalls grob schneiden.

Die Zwiebeln halbieren. Für eine kräftigere Farbe können die Schnittflächen in einer trockenen Pfanne gebräunt werden.

Die Petersilie waschen und bereitlegen.

Das Gemüse wird über einen längeren Zeitraum in der Brühe gegart und gibt dabei seine Geschmacksstoffe an die Flüssigkeit ab.

Grobe Gemüsestücke lassen sich nach dem Garen leichter entfernen und zerfallen nicht so schnell.

Als Suppengemüse bezeichnet man eine Mischung verschiedener Gemüsearten, die zur Aromatisierung von Suppen, Brühen und Fonds verwendet wird.

Typische Bestandteile sind Karotten, Knollensellerie, Lauch und Zwiebeln.

In der klassischen Küche wird eine solche Gemüsemischung häufig als Mirepoix bezeichnet.

02

Hühnerbrühe ansetzen

Suppenhuhn

3,5-4L Wasser

Das Suppenhuhn in einen ausreichend großen Kochtopf geben und mit kaltem Wasser vollständig bedecken.

Die Flüssigkeit langsam erhitzen und zum Kochen bringen.

Den aufsteigenden Schaum mit einer Schaumkelle entfernen.

Anschließend die Hitze reduzieren und das Huhn knapp unter dem Siedepunkt schonend ziehen lassen.

Beim langsamen Erhitzen können wasserlösliche Geschmacksstoffe aus Fleisch und Knochen in die Flüssigkeit übergehen.

Gleichzeitig gerinnen verschiedene Eiweißbestandteile und steigen teilweise als Schaum an die Oberfläche.

Durch das Abschöpfen dieser Bestandteile bleibt die Brühe klarer.

Unter Abschäumen versteht man das Entfernen von Schaum und aufsteigenden Eiweißbestandteilen von der Oberfläche einer Flüssigkeit.

Diese Arbeitstechnik wird häufig bei der Herstellung von Brühen und Fonds eingesetzt.

03

Brühe auskochen und Gemüse zugeben

Suppengemüse

Lorbeerblätter

Pfefferkörner

Petersilie

Das Suppenhuhn insgesamt etwa 2–3 Stunden knapp unter dem Siedepunkt ziehen lassen.

Die Lorbeerblätter und Pfefferkörner während des Auskochens hinzufügen.

Erst etwa eine Stunde vor Ende der Garzeit das vorbereitete Suppengemüse in den Topf geben.

Die Petersilie ebenfalls gegen Ende der Garzeit hinzufügen.

Die Brühe anschließend weiter schonend ziehen lassen, bis das Huhn vollständig gegart ist und die Brühe einen kräftigen Geschmack entwickelt hat.

Fleisch und Knochen benötigen eine längere Garzeit, um ausreichend Geschmacksstoffe an die Flüssigkeit abzugeben.

Gemüse gibt seine Aromen dagegen wesentlich schneller ab.

Wird es zu lange mitgekocht, können sich empfindliche Aromastoffe verändern oder teilweise verloren gehen.

Durch die spätere Zugabe bleibt das Gemüsearoma frischer und ausgewogener.

Unter Auskochen versteht man das längere Erhitzen von Lebensmitteln in einer Flüssigkeit, um Geschmacks- und Inhaltsstoffe herauszulösen.

Diese Technik wird insbesondere bei der Herstellung von Brühen und Fonds angewendet.

Lasse die Brühe während der gesamten Garzeit nur leicht ziehen und nicht sprudelnd kochen.

So erhältst du eine klarere Brühe mit einem ausgewogenen Geschmack.

04

Brühe passieren und abschmecken

fertig gegarte Hühnerbrühe

Salz

Das Suppenhuhn vorsichtig aus dem Topf nehmen.

Die Brühe durch ein feines Sieb in einen zweiten Topf gießen.

Anschließend die Brühe mit Salz abschmecken.

Das gegarte Hühnerfleisch kann von den Knochen gelöst und beispielsweise als Suppeneinlage weiterverwendet werden.

Beim Auskochen geben Fleisch, Knochen, Gemüse und Gewürze ihre Geschmacksstoffe an die Flüssigkeit ab.

Die festen Bestandteile werden anschließend entfernt, damit eine klare, gleichmäßige Brühe entsteht.

Unter Passieren versteht man das Trennen einer Flüssigkeit von festen Bestandteilen mithilfe eines Siebes oder Passiertuchs.

Diese Technik wird häufig bei der Herstellung von Brühen, Fonds, Suppen und Soßen eingesetzt.

Geschafft!

Du hast aus einem ganzen Suppenhuhn eine aromatische Hühnerbrühe hergestellt.

Dabei hast du folgende Küchentechniken kennengelernt:

Ansetzen: Lebensmittel mit Flüssigkeit aufsetzen und langsam erhitzen.

Abschäumen: Aufsteigende Eiweißbestandteile von der Flüssigkeitsoberfläche entfernen.

Auskochen: Geschmacksstoffe durch längeres Erhitzen in Flüssigkeit herauslösen.

Passieren: Feste Bestandteile mithilfe eines Siebes von einer Flüssigkeit trennen.

Abschmecken: Den Geschmack einer Speise gezielt beurteilen und anpassen.

Diese Techniken kannst du auch für andere Fleisch-, Geflügel- und Gemüsebrühen verwenden.

Fachwissen vertiefen

„Du möchtest noch tiefer einsteigen? Hier findest du passende Grundlagen und Fachbereiche zum Rezept.“

Weiterkochen

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